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Das Kinomuseum Ratingen, Oberstraße 8, beheimatet auch das Capitol-Nostalgiekino. Früher war das Capitol im Nachbarhaus etabliert, dort wo sich heute -im ehemaligen Kinosaal- ein Drogeriemarkt befindet. Otto Höhndorf, der Betreiber des alten Capitols und Fritz Baumfalk, seines Zeichens Chefoperateur, brachten damals den Ratingern die Welt der bewegten Bilder nahe. Mit Herrn Baumfalk unterhielt der heutige Museumsbetreiber eine freundschaftliche Beziehung. Von ihm wurde Albert Köster in die Technik der Filmprojektion eingewiesen. Wann immer Köster über Freizeit verfügte, begab er sich in den Projektionsraum um Herrn Baumfalk zur Hand zu gehen. Mal durfte er den auf Spulen gewickelten Film wieder in Starposition bringen, mal durfte er die Kohlen der Bogenlampe nachführen.

Jeder der einmal mit Celluloid in Berührung gekommen ist, so ein Gerücht in der Kinobranche, kommt von der Faszination des Kinos nicht mehr los. So ist es auch Albert Köster ergangen. Nachdem er seine Laufbahn als Drogist beendet hatte, begann er kino-technische Geräte zusammen zu tragen, welche heute in seinem Museum ausgestellt sind.

Das Museum wurde mit einem aufwendigen Straßenfest am 3. September 2005 eröffnet. Über Jahre hinweg war es ein Geheimtip für Kino-Enthusiasten gewesen.

Nach einer Führung durch das Museum wird das älteste Filmdokument Ratingens gezeigt. Der Film entstand 1926 anläßlich des Stadtjubiläums von Ratingen und wurde bisher in Teilen restauriert. Insgesamt können jetzt 30 Minuten auf der Leinwand betrachtet werden.

Sollte irgendwann (allerdings müßte das noch vor Ableben von Albert Köster sein) Geld zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel durch einen geschichtlich interessierten Sponsor, wäre es möglich, daß er die Dispositionsarbeiten für die anderen Filmteile übernimmt. Die Frage nach einem Sponsor stellt sich deshalb, weil der Kulturausschuß im Jahre 1986 dem Stadtrat empfahl, und der Rat folgte dieser Empfehlung, jeglichen Zuschuß zur Restaurierung abzulehnen. Den Film gar anzukaufen hielt der Kulturausschuß ebenfalls für wenig sinnvoll. Das wohl, da auf dem Film keine der l986 in Amt und Würden befindlichen Ratsmitglieder abgelichtet sind. Wie sollte das auch sein können?


weitere links:
Eintrag des Capitol-Kino´s im GROSSE(n) FILM- UND KINOADRESSBUCH von 1950 mit einer Bestandsaufnahme.

 


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